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Schulprogramm
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5. Bestehende Schwerpunkte der schulischen Entwicklung
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5.1 Methoden-Curriculum
und „Hinweise zur Facharbeit in der BOS“
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Die grundlegende Fragestellung und damit der
Ansatz für Entwicklung und Einsatz eines Methoden-Curriculums ergeben sich aus
den Zielen, unseren Schülerinnen und Schülern Studierfähigkeit zu vermitteln
und ihnen die bestmögliche Vorbereitung für ein lebenslanges Lernen zu ermöglichen. Neben der Stoffvermittlung
steht daher die Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern Lernstrategien an die
Hand zu geben, um die beiden o. g. Ziele erfolgreich und selbstständig
verwirklichen zu können.
Eine
effektive Vermittlung der Lernstrategien, die nach den Bedürfnissen erwachsener
Lerner ausgewählt wurden, erfolgt in der Regel mit der Stoffvermittlung
möglichst vieler Fächer. Ausnahmen bilden dabei die Lerntechniken, die
gesondert vermittelt werden, da sie, wie zum Beispiel die Versuchsbeschreibung,
nur in den Naturwissenschaften genutzt werden können. Im Rahmen des Methodencurriculums
ist der Einsatz bestimmter Lehr- und Lernmethoden verbindlich festgelegt und
überwiegend einzelnen Fächern zugeordnet.
Seit dem Schuljahr 2007/2008 liegt ein
Methodenskript vor, in dem die Arbeitsmethoden beschrieben und erläutert werden,
auf die sich das Kollegium als für den Unterricht und selbstständiges Lernen
notwendig und sinnvoll geeinigt hatte. Nur eine Seite des Methodenskripts bezog
sich auf die rein formale Gestaltung der in der BOS anzufertigenden Facharbeit.
Den BOS-Schülerinnen und Schülern lag dieses
Methodenskript ab 2007 als Arbeitsgrundlage vor. Bei Rückmeldungsgesprächen mit
der Klasse und dem Austausch im Kollegium über die Facharbeiten und das
Kolloquium wurde deutlich, dass Vorbereitung, Betreuung und Bewertung der
Facharbeiten innerhalb der Schule fachübergreifend einheitlicher und
vergleichbarer sein sollten.
In Sitzungen der Steuergruppe mit allen von
Facharbeiten betroffenen Fachbereichen wurden daraufhin Grundsätze für die
Vorbereitung, Betreuung und Bewertung der Facharbeiten festgelegt. Diese wurden
im Heft „Hinweise zur Facharbeit in
der BOS“ gesammelt und BOS-Prüflingen und deren Lehrerinnen und Lehrern
ausgehändigt. Neu für die Prüflinge sind insbesondere:
- Erläuterungen
und Beispiele für die Themenwahl
- drei
obligatorische Beratungstermine mit den betreuenden Lehrerinnen oder
Lehrern (Formblatt)
- Liste der
Beurteilungsaspekte im Kolloquium
- Checkliste
zur Erstellung der Facharbeit
Seit 2011 ist die Arbeit mit den „Hinweisen zur
Facharbeit in der BOS“ verbindlich. Nach dem Kolloquium im Februar 2012 wird
ausgewertet, inwiefern sich das Heft als hilfreich erwiesen hat und welche
Veränderungen / Ergänzungen für die nächste Auflage nötig sind.
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5.2 Selbstständiges
Arbeiten / SOL an der
Kläre-Bloch-Schule
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Die Ergebnisse der jährlich durchgeführten
Netzwerkbefragung zeigten, dass schüleraktivierender Unterricht sowie
Binnendifferenzierung stärker ausgebaut werden müssen. Daher beschlossen wir,
Maßnahmen zu ergreifen, die Selbstverantwortung für das eigene Lernen fördern
und individuelle Lern(fort)schritte unterstützen.
In den Schuljahren 2008 bis 2011 wurde daher ein
Entwicklungsprojekt zur Entwicklung und Implementierung von SOL (Selbstorganisiertes
Lernen) durchgeführt. Dabei wurde besonders die Spezifik der Erwachsenenpädagogik
berücksichtigt. Unsere Schülerinnen und Schüler kommen nach einem oft langen
und anstrengenden Arbeitstag zur Schule. Um sie dann zum Lernen zu motivieren,
ist es besonders wichtig, geeignete Konzepte und Methoden einzusetzen, die
schülerorientiert und -akti-vierend sind.
Nach einer für das Kollegium verbindlichen
schulinternen Fortbildung, in der es um Grundsätzliches zu Lernen und Vergessen
ging („Gehirnvortrag“), bildete sich ein Team von 12 interessierten Kolleginnen
und Kollegen aus verschiedenen Fachbereichen. Es fanden vier Fortbildungen zur
Auffrischung und Vertiefung unserer SOL-Kenntnisse statt. Thematisch ging es
um:
- Grundprinzipien
von SOL (Sandwichstruktur, Prinzip der Selbstähnlichkeit, Advance Organiser)
- Support-Systeme
(Zielvereinbarungen, Arbeitspläne, Evaluation)
- Methoden
(Tempoduett, Gruppenpuzzle, Kartenmethode etc.)
- Bewertung
durch Punktekonto
- Entwicklung
von Unterrichtseinheiten innerhalb der Fachbereiche
- Erfahrungsaustausch
Zwischen den Fortbildungen wurden Methoden und
erarbeitete Planungen ausprobiert, Erfahrungen ausgetauscht, Änderungen
diskutiert. Außerdem wurde eine weitere schulinterne Fortbildung zum Thema „Kann-Listen“
durchgeführt, an der u. a. innerhalb der Fachbereiche Kompetenzlisten zu inhaltlichen,
aber auch methodischen Schwerpunkten erstellt wurden.
Die Zusammenarbeit innerhalb der Fachbereiche
intensivierte sich durch den verstärkten Austausch von Material und Erfahrungen
innerhalb der Teams.
Die Reaktion der Schülerinnen und Schüler war
zunächst oft verhalten, da ihnen mehr Aktivität als im herkömmlichen Unterricht
abverlangt wird: Die klare Rollenverteilung Lehrer-Schüler verändert sich,
Schülerinnen und Schüler erklären sich Inhalte gegenseitig, organisieren
Lösungswege und -strate-gien selbstständig. Nach einer Kennenlernphase sind die
meisten Schülerinnen und Schüler bereit dazu und erkennen die Vorteile dieses
Konzeptes, das durch Übertragung von mehr Verantwortung an den Lernenden
wesentlich erwachsenengerechter ist.
In den Fachbereichen Mathematik und Englisch
wurde/wird mit dem Punktekonto erfolgreich gearbeitet. Kann-Listen sowie
verschiedene inhaltliche und methodische Schwerpunkte von SOL werden in den
Fachbereichen regelmäßig eingesetzt.
Seit dem Schuljahr 2009/2010 gibt es die
Facharbeitszirkel (FAZ), in denen SOL-interessierte Fachkolleginnen und -kollegen
mehrerer beruflicher Schulen Unterrichtsmaterial erarbeiten. Diese FAZ arbeiten
sehr praxisorientiert, d. h., es werden ausgehend von den jeweiligen FOS- bzw.
BOS-Abiturthemen direkt einsetzbare Unterrichtseinheiten erstellt. Im
Fachbereich Englisch hat sich daraus eine effektive, auch schulübergreifende
Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen entwickelt.
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5.3 Schulinterne Curricula in den
Fachrichtungen Wirtschaft und Technik
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Die schulinternen Curricula in den Fachrichtungen
Wirtschaft und Technik ergänzen den Unterricht in den Prüfungsfächern bzw.
ermöglichen die Behandlung zusätzlicher Schwerpunkte. Sie greifen die
beruflichen Erfahrungen auf und berücksichtigen Themen, die über die
vorgegebene Stundentafel hinaus für ein Studium und für die persönliche
Weiterentwicklung im Beruf sinnvoll sind.
5.3.1 Fachrichtung Wirtschaft: „Bürger, Staat, Verwaltung“; „Internationale Wirtschaftsbeziehungen“;
„Arbeitnehmer- und Verbraucherinteressen“
Mit der Einführung des Bildungsganges
Berufsoberschule wurde der Rahmenlehrplan für das Fach Wirtschaftswissenschaft
(FOS, 12. Schuljahr) grundlegend überarbeitet und der Rahmenlehrplan für das
13. Schuljahr (BOS) neu entwickelt. Das FOS-Prüfungsfach Verwaltungskunde wurde
gestrichen.
Als Ersatz dafür hat die Schule das Fach „Bürger,
Staat, Verwaltung“ eingeführt, ein entsprechendes schulinternes Curriculum, in
dem auch Themen aus dem Fach PW/G aufgegriffen werden, liegt vor. Inhalte sind
die Vermittlung von bürgerschaftlichem Denken, von Kenntnissen der
Verwaltungsstruktur und von Beteiligungsmöglichkeiten, von Grundrechten und
Staatsaufbau. Da im überarbeiteten Rahmenlehrplan Wirtschaftswissenschaft der
Themenbereich „Internationale Wirtschaftsbeziehungen“ vom 12. ins 13. Schuljahr
gelegt wurde, heißt das für alle FOS-Schülerinnen und -Schüler, dass dieses
Thema nicht mehr im Unterricht behandelt wird. Weil die Schule diese Inhalte
besonders auch im Zusammenhang mit dem gesellschaftlich relevanten Thema
Globalisierung wichtig findet, wurde das Fach „Internationale
Wirtschaftsbeziehungen“ eingeführt und ein entsprechendes Curriculum
ausgearbeitet. Inhalte sind: Ursachen und Folgen von Welthandel, dessen Strukturen
sowie nationale und internationale Rahmenbedingungen. Diese beiden Fächer werden
im Wechsel im 3. oder 4. Schulhalbjahr mit
je zwei Wochenstunden unterrichtet.
Nach der Überarbeitung ist im Rahmenlehrplan Wirtschaftswissenschaft
für arbeitnehmerorientierte Inhalte wie Personalmanagement oder Mitbestimmung
nur noch wenig Zeit eingeplant. Diese Themen sind aber gerade für berufstätige
Schülerinnen und Schüler wichtig und werden im 13. Schuljahr im Rahmen des Faches
„Arbeitnehmer- und Verbraucherinteressen“ unterrichtet. Ein schulinternes
Curriculum liegt vor.
5.3.2 Fachrichtung Technik: „Informatik - Grundlagen der Programmierung“
Im Rahmen der Stundentafel ist „Informatik - Grundlagen der Programmierung“ Unterrichtsfach
in den FOS-Klassen der Fachrichtung Technik und wird im 3. oder 4. Semester mit
drei Wochenstunden unterrichtet.
Zentrales Ziel ist, trotz der unterschiedlichen
Ausbildungen und der hieraus resultierenden differierenden Vorkenntnisse der Schülerinnen
und Schüler, fundierte Ansätze für ein wissenschaftliches, der Fachoberschule
entsprechendes Arbeiten zu legen und somit eine Basis dafür zu schaffen, einfache
programmtechnische Probleme selbstständig zu lösen.
Die zu unterrichtenden Inhalte dienen der
Vermittlung wesentlicher Grundlagen der
Programmierung. Strukturierte und Objektbasierte Programmierung sind die Basis
moderner Programmierungsmethoden.
Wegen ihres hohen
Verbreitungsgrades und ihrer großen Akzeptanz als geeignete Lernsprache wird „Visual Basic for Application“ (Kurzform: VBA) als Programmiersprache
gewählt. Als software-technische Basis wird Microsoft Excel verwendet.
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5.4 Projekttage
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Projekttage haben an der Kläre-Bloch-Schule
Tradition. In jedem Schuljahr wird ein Projekttag durchgeführt, an dessen
inhaltlicher Vorbereitung und Gestaltung sowohl Schülerinnen und Schüler als
auch das Kollegium beteiligt sind. Die von der Gesamtkonferenz beschlossenen
Themen entstammen meist der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion (z. B. „1968“,
„Ernährung“, „Globalisierung“) bzw. Themenbereichen, die für Schülerinnen und
Schüler wie Lehrerinnen und Lehrer aktuell von Interesse sind.
Neben
den inhaltlichen stehen methodische Schwerpunkte im Mittelpunkt. So sollen die
Schülerinnen und Schüler durch die selbstständige Erarbeitung und Präsentation
unterschiedlicher Aspekte eines gestellten Themas ihre Zeit-Arbeits-Koordination
bei Gruppenarbeiten verbessern sowie unterschiedliche Präsentationsmethoden
sinnvoll anwenden. Das selbstständige Beschaffen und der kritische Umgang mit
Informationen bilden hierbei einen Schwerpunkt. Fachübergreifendes Lernen unter
Einbezug möglichst vieler Fachbereiche steht im Vordergrund. Neben Beiträgen
von Klassen und Einzelpersonen der Schule werden auch Experten zu einem Vortrag
und zur Diskussion eingeladen.
Über den täglichen Unterricht hinaus wird den
Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten, selbst zu handeln und im
Prozess der Eigentätigkeit ihr aktives soziales Handeln weiter zu entwickeln,
indem sie u. a. für sich und gemeinsam mit anderen lernen. |
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5.5 Theater AG
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Im Schuljahr 2009/2010 entstand eine Theater AG
an unserer Schule. Auf der Grundlage der jeweiligen Prüfungsinhalte für das
Fach Deutsch bekommen Schülerinnen und Schüler hier die Möglichkeit,
- ein Stück zu entwickeln und Szenen zu
schreiben
- auf der Bühne zu stehen und (wenn sie wollen) mitzuspielen
- musikalische Fähigkeiten (Instrument, Gesang) beweisen
- Oraganisationstalent zuz demonstrieren und hinter der Bühne aktiv zu sein
- Technikkentnisse (Licht, Ton, Film- und Fotokamera) bei einer Theateraufführung anzuwenden
- Dekorationen, Kostüme und bühnenbilder zu bauern und zu basteln
- alle weiteren möglichen Ideen für ein Theaterstück einzubringen
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